Lehrveranstaltungen

Wissenschaftlichkeit und Praxisbezug der Lehrveranstaltungen werden durch Dozenten gewährleistet, die nicht nur über eine fundierte wissenschaftliche Qualifikation, sondern auch über langjährige Erfahrung in der Wirtschaft verfügen.

Durch ständige Weiterbildung und enge Kontakte zur Wirtschaft wird der aktuelle Stand von Wissenschaft und Praxis sichergestellt.

Rechtsgebiete

Die juristische Methodenlehre beschäftigt sich mit der Begründung rechtlicher Entscheidungen. Wie ist ein Sachverhalt anhand einschlägiger Gesetzestexte, Rechtsprechung und rechtswissenschaftlicher Stellungnahmen zu beurteilen? Welche Auslegungsmethoden existieren und wie wendet man diese an? Wie sind der in Betracht kommende Anspruchsteller, -gegner, -ziele und -grundlagen zu ermitteln und wie kann man Ansprüche vor Gericht durchsetzen?

Mit diesen grundlegenden Fragen beschäftigt sich das Modul "Grundlagen des Rechts & juristische Methodik" als Einführung in das Studium des Wirtschaftsrechts. Gelehrt wird dabei nicht nur der sog. Gutachten- und Urteilsstil, sondern auch wie man rechtliche Schriftsätze professionell fertigt und fremde Anspruchsschreiben analysiert.

Das Bürgerliche Recht regelt als Teil des Privatrechts die Rechtsbeziehungen der Privatpersonen (einschließlich der juristischen Personen) untereinander. Es besteht im Wesentlichen aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB).

Entsprechend des wirtschaftsrechtlichen Schwerpunkts stehen die ersten drei Bücher des BGB in diesem Modul im Vordergrund: Der Allgemeine Teil, das Schuldrecht und das Sachenrecht. Besprochen werden daher so grundlegende Rechtsinstitute wie die Stellvertretung, die Geschäftsfähigkeit und das Schadensrecht.

Ferner werden die einzelnen Vertragstypen im Detail erläutert und deren besondere rechtlichen Regelungen.

Schließlich wird im Bereich des Sachenrechts auf die Rechtverhältnisse zu den Rechtsobjekten einschließlich des Eigentümer-Besitzer-Verhältnisses eingegangen.

Das Handelsrecht ist das Sonderprivatrecht der Kaufleute. Es ergänzt und verdrängt teilweise das Bürgerliche Recht, um einen effektiven und effizienten Rechtsverkehr zwischen Kaufleuten zu gewährleisten.

Im Rahmen dieses Moduls wird der Kaufmannsbegriff geklärt und im Detail auf die Handelsfirma und das Handelsregister eingegangen. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die besonderen Handelsgeschäfte und -bräuche, derer sich Kaufleute im täglichen Geschäftsverkehr bedienen.

Das Gesellschaftsrecht hingegen stellt das Sonderprivatrecht der Personenvereinigungen dar. Besprochen werden Personengesellschaften wie die GbR, OHG und KG, aber auch Kapitalgesellschaften wie die GmbH und die AG.

Weiterhin spielt hier auch das internationale und insbesondere das europäische Gesellschaftsrecht eine wichtige Rolle, sowie weitere für Gesellschaften wichtige Rechtsbereiche wie das Umwandlungs- und Konzernrecht.

Das Arbeitsrecht umfasst alle Gesetze und sonstigen rechtsverbindlichen Bestimmungen zur unselbständigen, abhängigen Erwerbstätigkeit. Es wird zwischen dem Individualarbeitsrecht (die Rechtsbeziehungen zwischen einzelnen Arbeitnehmern und Arbeitgebern) und dem kollektiven Arbeitsrecht (Koalitionen und Vertretungsorganen der Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber) unterschieden. Beide Bereiche werden in diesem Modul gelehrt, wobei im Bereich des individuellen Arbeitsrechts insbesondere auf den Arbeitsvertrag eingegangen wird. Im Kollektivarbeitsrecht geht es hingegen im Wesentlichen um Tarifvertragsrecht, Unternehmensmitbestimmung, Mitbestimmung im Aufsichtsrat und den Betriebsrat sowie vergleichbare Gremien.

In diesem Modul geht es um zwei zentrale Gesetze: das UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) und das GWB (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen).

Das UWG ist im deutschen Recht die gesetzliche Grundlage der Bekämpfung von unlauterem Wettbewerb und regelt das Marktverhalten der einzelnen Unternehmen. Es schützt die Mitbewerber, die Verbraucher und die Allgemeinheit vor einer unfairen Wettbewerbsverzerrung, beispielsweise durch irreführende Werbung. Dabei gewährt es umfassende Unterlassungs-, Schadensersatz-, und Auskunftsansprüche.

Bei dem GWB hingegen handelt es sich um die Zentralnorm des deutschen Kartellrechts. Es bezweckt die Erhaltung eines funktionierenden, ungehinderten und möglichst vielgestaltigen Wettbewerbs. Daher reglementiert es in erster Linie die Akkumulation und den Missbrauch von Marktmacht sowie die Koordination und Begrenzung des Wettbewerbsverhaltens unabhängiger Marktteilnehmer.

Dieses Modul umfasst alle in der modernen Kommunikationswelt bedeutsamen Rechtsbereiche.

Unter Intellectual Property wird im Wesentlichen der Bereich der Marken und Geschmacksmuster und des Patentrechts verstanden.

Im Bereich Medienrecht sind Internet-, Presse-, Medien- und Urheberrecht, sowie das Recht der Telekommunikation zusammengefasst.

Der Sektor IT-Recht umfasst insbesondere das Recht der Informationstechnologie, des Outsourcing und den Datenschutz.

Ein breit gefächertes und top-aktuelles Themenfeld, das in hoher Geschwindigkeit neue Inhalte und nationale wie internationale Rahmenbedingungen hervorbringt, deren Beherrschung Rechtswissen auf aktuellstem Stand erfordert. Dieses Modul legt insoweit die Basis, um das Rechtsgebiet zu verstehen und eventuellen Handlungsbedarf im Unternehmen schnell und sicher erkennen zu können.

Das Modul widmet sich den Fragen der außergerichtlichen Restrukturierung, also dem Versuch, ein Unternehmen vor der Insolvenz zu retten. Hierbei stellen sich zahlreiche Rechtsfragen an der Schnittstelle zur Ökonomie.

Beginnend bei den Grundlagen, was eine Unternehmenskrise ausmacht, wie man diese früh genug erkennen kann, was Insolvenztatbestände darstellen usw., wird anschließend die Restrukturierungsplanung besprochen und die verschiedenen Möglichkeiten zur Durchführung einer Sanierung, z.B. Betriebsaufspaltung, übertragende Sanierung (Verkauf = Distressed M&A), Fusion oder Verkleinerung des Unternehmens.

Dabei geht es auch um Haftungsfragen des Managements und moderne Möglichkeiten der Restrukturierung wie Schutzschirmverfahren oder Debt to Equity-Swaps.

Wirtschaftsstrafrecht ist der Sammelbegriff für alle Strafvorschriften, die im Bereich der Wirtschaft (insbesondere Insolvenzrecht, gewerblicher Rechtsschutz, Urheberrecht, Wettbewerbs-, Gesellschafts-, Bank- und Kreditwesenrecht sowie Außenwirtschafts-, Devisen-, Steuer- und Zollrecht) zu verorten sind. Es handelt sich dabei um die staatliche Reaktion auf die Wirtschaftskriminalität. Der Kernbereich des Wirtschaftsstrafrechts liegt in den Bereichen Korruption, Insolvenzdelikte, Steuerstrafrecht, Untreue und Diebstahl geistigen Eigentums.

Dieses Modul behandelt verfahrensrechtliche Fragen bei (internationalen) Wirtschaftssachverhalten. Hier geht es um die prozessualen Themenbereiche internationale Zuständigkeit staatlicher Gerichte, Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Entscheide sowie zwischenstaatliche Rechtshilfe. Dabei geht es auch um Aspekte des Prozessmanagements und ausserprozessualer Beilegung von Streitigkeiten.

Der zweite Modulteil konzentriert sich auf die zentralen Aspekte der (internationalen) Schiedsgerichtsbarkeit. Neben der Frage, ob und welche Schiedsgerichte vereinbart werden sollen, stehen das Verfassen von Schiedsklauseln, die Durchführung von Schiedsverfahren, die etwaige Überprüfung von Schiedsentscheiden sowie die Anerkennung und die Vollstreckung von Schiedsurteilen im Fokus.

In diesem Modul erhalten die Studierenden einen Überblick über die gesellschafts-, arbeits- und finanzrechtlichen Grundlagen eines Start-Up Unternehmens.

Sie lernen die wesentlichen rechtlichen Schritte für die Gründung, die Expansion und den Exit eines Start-Up Unternehmens kennen und machen sich mit deren Inhalten und Problemen vertraut.

Sie lernen die rechtlichen Standardmechanismen auf dem Start-Up Markt kennen, setzen sich mit den rechtlichen Kernaufgaben bei der Gründung, der Expansion und dem Exit eines Start-Up Unternehmens auseinander und lernen, kritische Rechtsprobleme zu erkennen und einer externen fachlichen Lösung zuzuführen.

Das Modul "Öffentliches Wirtschaftsrecht" stellt ein Wahlmodul dar, das die Studierenden im Studiengang Wirtschaftsrecht aus dem jeweils aktuellen Katalog der Hochschule wählen können.

Öffentliches Wirtschaftsrecht betrifft die Beteiligung des Staates am Wirtschaftsleben. Nach einer Einführung in die Grundlagen und Grundbegriffe werden die rechtlichen Rahmenbedingungen der wirtschaftlichen Ordnung vorgestellt. Auf der Ebene Europas sind dies etwa der zollfreie Binnenmarkt oder die Wirtschafts- und Währungsunion. Die einzelnen Funktionen des Öffentlichen Wirtschaftsrechts, wie Wirtschaftsüberwachung und -lenkung werden thematisiert, hierbei wird auf die wesentlichen Vorschriften aus dem Vergaberecht, dem Umweltrecht, dem Recht der Energiewende sowie dem Recht der Regulierung eingegangen.

Das Modul "Insurance and Risk Management" gibt einen Einblick in die Bedeutung des Risikotransfers für Unternehmen sowie die Grundlagen der Versicherungstechnik und des Versicherungsrechts.

Dazu soll ein Grundverständnis der mathematischen und betriebswirtschaftlichen Grundlagen sowie der umfassenden europäischen und nationalen Regulatorik dieses Bereiches vermittelt werden.

Die Immobilienwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftszweig, denn Immobilien stellen eine hohen Anteil des deutschen Anlagevermögens dar.

In der Veranstaltung "Immobilienwirtschaftsrecht" werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für Immobilientransaktionen behandelt. Begrifflichkeiten des Immobilienwirtschaftsrechts werden erläutert und präzisiert. Die drei Kernbereiche Immobilienmanagement, Immobilienökonomie und Immobilienrecht sowie die Verknüpfungen mit den Kredit- und Kapitalmärkten stehen dabei im Vordergrund.